Essstörungen – die heimliche Sucht

Von Magersucht und Ess-Brech-Sucht haben Sie bestimmt schon mal gehört. Doch was versteht man eigentlich ganz allgemein unter Essstörungen? Der Podcast „Essstörungen – die heimliche Sucht“ kann Ihnen einen ersten Eindruck vermitteln...

Podcast "Essstörungen - die heimliche Sucht"
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Der Einstieg erfolgt oftmals über eine ganz gewöhnliche Diät – an deren Ende jedoch Erkrankungen stehen, die das gesamte Denken und den Alltag der Betroffenen beherrschen und sich stark auf Gesundheit und Lebensfreude auswirken können. Die Rede ist von Essstörungen wie Magersucht, Ess-Brech-Sucht oder Esssucht.

Neben dem Podcast, der Ihnen bereits einen ersten Einblick in das Spektrum der Essstörungen gibt, möchten wir an dieser Stelle die wichtigsten Fakten noch einmal für Sie zusammenfassen:

Essstörungen...
  • ...sind Erkrankungen der Seele

Von außen betrachtet könnte man annehmen, eine Essstörung sei lediglich ein Problem mit dem Essen, das z. B. mit Hilfe einer Ernährungsberatung ganz einfach wieder in den Griff zu bekommen sein müsste. Doch eine Essstörung ist alles andere als nur ein Ernährungsproblem. Vielmehr ist sie eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung, die auch mit körperlichen und sozialen Folgen einher geht.
Magersucht & Co. können als unbewusster Versuch verstanden werden, mit belastenden Gefühlen wie Angst, Einsamkeit, Kränkung, Traurigkeit oder Wut umzugehen – oder aber auch, um seelische Probleme, Trennungen oder Stress zu bewältigen. Essen oder Nichtessen wird dann zum Ausweg oder Ersatz. In anderen Fällen wiederum kann das radikale Essverhalten auch ein stummes Zeichen des Widerstandes oder der Ablehnung sein, z. B. bei Spannungen in der Familie oder Gruppendruck im Freundeskreis.

  • ....haben viele Gesichter

Magersucht, Ess-Brech-Sucht, Esssucht und mehr – hinter dem Überbegriff Essstörungen verbergen sich gleich mehrere, zum Teil sehr unterschiedliche Störungen des Essverhaltens. Eines jedoch haben alle diese Formen gemeinsam: Bei den Betroffenen dreht sich alles nur um das Essen. Nicht essen, wenig essen, viel essen. Das sind die elementaren Themen, die in den Mittelpunkt des gesamten Fühlens, Denkens und Handelns rücken. Ein unbeschwerter Umgang mit sich, dem eigenen Körper und dem Essen ist den Betroffenen im Laufe der Krankheit verloren gegangen.  
Wenn Sie mehr über die einzelnen Krankheitsbilder erfahren möchten, klicken Sie undefinedhier...

  • ...sind keine reine Mädchenkrankheit

Denn auch wenn zweifellos vornehmlich Mädchen und junge Frauen von einer Magersucht oder Ess-Brech-Sucht betroffen sind, erkranken heutzutage in zunehmendem Maße auch Jungen und Männer an einer Essstörung.  
Ein erschreckendes Ergebnis brachte zudem die bundesweite Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu Tage. Sie ergab, dass bereits jedes dritte Mädchen und jeder sechste Junge im Alter von 11 bis 17 Jahren einzelne Symptome eines gestörten Essverhaltens zeigt. (undefinedMehr zur KiGGS-Studie).
Diese Jugendlichen stark fürs Leben zu machen, damit es nicht zur Entwicklung einer Essstörung kommt, ist daher von immenser Bedeutung. Wie Sie als Eltern unterstützend und stärkend wirken können, erfahren Sie undefinedhier...

Letzte Änderung: 25.03.2010 08:42
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